Chronik 2009                                            



Freitag 09.01.2009

Die letzten Vorbereitungen laufen. Sorgfältig werden die Koffer gepackt. Verbandsstoffe, Medikamente, Spielsachen, Kleidungsstücke für die Kinder und Geschenke müssen gut verstaut werden.

 

 

Sonntag 11.01.2009

Aufbruch in eine andere Welt

Marion und Monika Pichler aus Rottenmann habe sich nun wieder auf den langen Weg nach Indien gemacht, um das Schulprojekt vor Ort zu unterstützen. Mit dabei diesmal eine junge Krankenschwester aus Deutschland.

Erste Station der Reise - München.
Die Stimmung ist gut und so machen wir uns, mit unseren vielen Gepäckstücken, auf den Weg zum Check-in- Schalter der Lufthansa.
Und wieder stellen wir uns die Frage, werden wir alles mitnehmen können?
Die Spannung steigt. Langsam rücken wir vor und endlich sind wir an der Reihe. Eine sehr freundliche Angestellte der Lufthansa kümmert sich um uns. Wir erklären unser Anliegen und den Zweck unserer Reise.
Wir sind froh, die nette Frau hat viel Verständnis und setzt sich für unsere Sache ein. Da wir wieder eine größere Menge Übergepäck haben muss sie mit ihrem Vorgesetzten sprechen. Nach einem längeren Telefonat gibt er das Okay und wir dürfen die ca. 54 Kg Übergepäck ohne Zusätzliche Kosten mitnehmen. Wir sind glücklich und danken Gott.
Ein großes Dankeschön auch an die sehr zuvorkommenden Angestellten der Lufthansa. Vielen Dank!

Nach eine letzten Stärkung geht es dann los.
Was wir bis dahin noch nicht wissen. Der starke Frost hat die Tragflächen des Flugzeugs vereist und so verzögert sich der Abflug um eine halbe Stunde. Doch dann brechen wir endlich auf. Unser Ziel Mumbai - Indien. 

 

Dienstag 13.01.2009

Ankunft in Gadgera. Nach einer langen Reise endlich am Ziel.
Die Freude war unbeschreiblich und die Kinder konnten es kaum fassen. Es gab einen großen Empfang und alle waren glücklich. Natürlich waren die Kinder wieder ganz besonders aufgeregt. Was wird wohl in den vielen Koffern und Taschen sein?
Nun heißt es erst mal ein wenig von der Reise ausruhen, denn morgen beginnt die Arbeit.
 

Donnerstag 15.01.2009

Staunen und Begeisterung ...

... nach der ersten Inspektion auf dem Schulgelände. Wir hätten niemals erwartet, dass sich so viel in einem Jahr verändern kann. Am meisten stechen das neue zweistöckige Schulgebäude und der Garten bzw. die Felder heraus. Sie sind fast alle bebaut. Da gibt es einen Krautacker, Karfiol, Tomaten, Paprika, Auberginen u. verschiedene Bohnen. Der Reis wird noch immer gedroschen und in Säcke gefüllt. Das wird für ein ganzes Jahr reichen.
Auch bei den Kindern kann man die Früchte unserer gemeinsamen Arbeit deutlich erkennen. Die meisten Kinder sind in einem guten gesundheitlichen Zustand und auch schulisch haben sind ihre Leistungen enorm verbessert. Dafür sind wir sehr dankbar.
Der erste Eindruck war sehr positiv, doch es gibt noch viel zu tun. Größtes Problem stellt noch immer die instabile Stromversorgung dar. Ohne Strom kann die Pumpe für den Tiefbrunnen nicht betrieben werden. Dann muss das Wasser mit Eimern über eine weite Strecke von einem offenen Brunnen getragen werden. Dieses Wasser ist aber keineswegs Trinkwasser und so gibt es immer wieder gesundheitliche Probleme vor allem bei den kleineren Kindern. Wir wollen nun einen geeigneten Stromgenerator kaufen.

Heute war es dann endlich so weit. Die Geschenke wurden verteilt. Die Kinder konnten es fast nicht erwarten und waren sehr aufgeregt. Wir können kaum beschreiben, wie groß die Freude bei den Mädchen und Jungen über die Püppchen, Stofftiere oder Matchboxautos war. Es gibt nichts schöneres als in glückliche Kinderaugen zu schauen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, allen Spendern.

Dr. Oscar Sommer ist nun auch zu uns gestoßen und so gibt es viele Meetings und Besprechungen. 

Sonntag 25.01.2009

Besuch in den Dschungeldörfern

Mit dem Jeep geht es in Richtung Süden, in die Gegend von Yellapur, einem Gebiet, in dem Marion schon vor Jahren mit anderen Krankenschwestern, afroindische Frauen zu Erste Hilfe Helferinnen ausgebildet hat. Zu ihrer Überraschung waren noch etliche Frauen in den Dschungeldörfern aktiv. Die Freude über das Wiedersehen war groß. Marion und Anett füllten die leeren Notfallkoffer wieder auf und unterrichteten die Frauen und hielten Gesundheitsvorträge. Einige der Erste Hilfe Helferinnen erzählten von ihren Erfahrungen bei der Arbeit. 
 

Donnerstag 29.01.2009

Endlich haben wir den bestellten Stromgenerator kaufen können. Ein großes Dieselaggregat, welches für die Wasserversorgung dienen soll. Zu oft fällt der Strom in dieser Gegend aus und dann gibt es keine Möglichkeit an sauberes Trinkwasser zu kommen.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Schule soll die praktische Ausbildung der Jungen und Mädchen werden. Nicht alle Kinder werden eine weiterführende Schule besuchen können. Darum wurde gemeinsam beschlossen den Kindern eine weitere Perspektive zu geben. Die Mädchen sollen im Bereich des Schneiderns ausgebildet werden. Dazu haben wir Nähmaschinen gekauft. Für die Jungs soll eine Ausbildungsmöglichkeit im Bereich der Holzverarbeitung entstehen. Somit bekommen die Kinder, neben ihrer schulischen Ausbildung, eine solide Grundlage um später ihren Lebensunterhalt zu verdienen.   
 

Sonntag 08.02.2009

Aller Abschied ist schwer.
Unter vielen Tränen kam für uns wieder die Zeit, um uns von den liebgewordenen Freunden und vor allem von den uns ans Herz gewachsenen Kindern zu verabschieden.
Es ist jedes mal schwer für uns.

Mit dem Bus geht es wieder nach Mumbay und dann mit dem Flieger nach Hause.

Dienstag 10.02.2009

Nach einem ruhigen Flug kommen wir etwas müde in München um kurz nach 6.00 Uhr an.

Wir sind dankbar für jeden Augenblick, den wir im fernen Indien genießen konnten.
Die Freude, über die vielen Fortschritte in der Schule, hat uns beflügelt, noch mehr für die afroindische Bevölkerung und vor allem für die lieben Kinder, die ohne fremde Hilfe kaum eine Chance auf ein besseres Leben hätten, zu tun.

Mit tiefer Dankbarkeit im Herzen machen wir uns an die Arbeit.

 

 


                                                       

 

      


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Geändert am: 13. Dezember 2011