Projekt                                                    


 

Rund um die kleinen indischen Städte Yellapur und Dharward, in der Nähe der Städte Hubli und Dharward, zwischen Hubli und Bangalore, liegen verstreut, Dörfer mit großteils afroindischer Bevölkerung. Ihre Vorfahren wurden vor ca. 500 Jahren von Afrika als Sklaven nach Indien gebracht. Diskriminierung und ein geringes Bildungsniveau tragen dazu bei, dass die afroindische Bevölkerung ihre Auslagen vorwiegend als Tagelöhner für indische Großgrundbesitzer finden müssen.

Der Verein SPRINGS of HOPE hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieser benachteiligten Bevölkerungsgruppe durch praktische Hilfe vor Ort, eine Perspektive zu geben.

Unter SPRINGS of HOPE werden folgende Projekte in Indien betrieben:
 

1. Bildungsprojekt

  • Gründung und Führung einer englischsprachigen Schule
     

  • Bau eines Schulgebäudes
     

  • Förderung der Ausbildung von Lehrern

 
2. Gesundheitsprojekt

  • Durchführung von medizinischen Camps in den afroindischen Dörfern durch österreichische und deutsche Krankenschwestern  
     

  • Ausbildung von Frauen in Erster Hilfe

 
3. Landwirtschaftsprojekt

  • effiziente Bewirtschaftung der Felder - Anbau von Reis
     

  • Förderung des Gemüse- und Obstanbaus

 

 

1.Bildungsprojekt

Der Großteil der Afroinder lebt weit unter der Armutsgrenze. Sie arbeiten als Tagelöhner auf den Feldern der Großgrundbesitzer. Die Löhne sind sehr niedrig und so muss der Großteil der Kinder bereits mit 4-5 Jahren mitarbeiten.
Manche Eltern sehen jedoch das Bedürfnis von Bildung für ihre Kinder und so schicken sie sie auf staatliche Dorfschulen. Die Lehrer dort arbeiten für sehr geringe Löhne und sind nicht motiviert dieser Menge von armen Kindern etwas beizubringen. Der Großteil der Kinder schult als Analphabeten wieder aus.
In diese Schulen gingen nun auch einige afroindische Kinder. Durch ihren starken afrikanischen Einschlag wurden sie oft verlacht und verspottet. Die indischen Kinder bezeichneten sie als schmutzige und stinkende Kinder. Auch die Lehrer verteidigten die Kinder nicht, stattdessen wurden sie auch von diesen gedemütigt und oftmals geschlagen. Weinend und verängstigt kehrten die afroindischen Kinder zu ihren Eltern nach Hause zurück und hatten jede Lust auf Schule verloren. Lieber wollten sie auf dem Feld mit ihren Eltern arbeiten als so behandelt zu werden.
Dieser jahrzehntelange Zustand führte dazu, dass 80%  des afroindischen Stammes Analphabeten blieben und weiter unter ärmlichsten Verhältnissen leben mussten.

2004 war es dann soweit. Ein afroindischer Lehrer stellte sich bereitwillig zur Verfügung an dem Aufbau einer ersten Schule für afroindische Kinder mitzuhelfen.
Ein Haus in dem kleinen Städtchen Haliyal wurde gemietet und 20 Kinder konnten am 1. Juni einschulen. Schon bald stellte sich heraus, dass der Andrang auf die Schule immer größer wurde und der Platz zu klein war.
2005 waren es schon 41 Kinder, die auf engstem Raum lernten, aßen und schliefen.
Ein größeres Schulgebäude wurde dringend benötigt.

Start des SPRINGS of HOPE – Schulbauprojektes

Mit finanzieller Unterstützung aus dem Ausland konnte ein Grundstück auf dem Land erworben werden. Die Menschen aus den Dschungeldörfern begannen wieder Mut zu fassen und halfen wo sie nur konnten, um für ihren Kinder eine Perspektive zu schaffen.
In nur zwei Jahren wurde ein neues Schulgebäude mit fünf großen Klassenräumen, eine Küche mit einem Essplatz für die Kinder und sanitäre Einrichtungen errichtet.
Die Schülerzahl ist mittlerweile auf über 80 Kinder angestiegen, die nun bereits seit Juni 2007 in der neuen Schule unterrichtet werden.


2. Gesundheitsprojekt:

Durch den Mangel an Bildung in der Bevölkerung, haben die Menschen auch keine Kenntnisse über Hygiene und Ernährung, sowie Behandlung einfachster Krankheiten.
Der Großteil der Bevölkerung glaubt noch an alte Mythen, sowie rituelle Handlungen der Krankenbehandlung, z.B., dass Kuhdung auf offene Wunden gelegt, durch den Einfluss der heiligen Kuh, heilend sei.
Todesfälle durch Wundinfektionen als Folge von einfachen Verletzungen sind häufig.
Viele Afroinder werden von Hals-, Nasen-, Ohren-, Haut- und Darmerkrankungen geplagt. Vieles ist natürlich auf mangelnde Hygiene zurückzuführen.
Weiters liegen die afroindischen Dörfer tief im Dschungel versteckt. Viele Dörfer können nicht von öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden und so müssen die Leute stundenlang zu Fuß bis zur nächsten Hauptstraße gehen um in die nächste Stadt zu einem Krankenhaus oder Arzt zu gelangen, vorausgesetzt sie könne das Geld für den Transport und die Behandlung aufbringen.
Doch auch in den Krankenhäusern werden die Afroinder diskriminiert. Von vielen Ärzten  werden sie minderwertig behandelt. Weiters verlangen sie hohe Honorare, die sich die arme Bevölkerung natürlich nicht leisten kann, oder sie in hohe Schulden stürzt.
All diese Fakten haben dazu geführt, dass sich die Afroinder noch weiter zurückzogen und es in vielen Dörfern keine medizinische Versorgung gibt.
Zu Beginn der Gesundheitsarbeit in den Dörfern waren die Leute misstrauisch, sie waren schon so oft betrogen worden. Doch mit der Zeit gewannen sie Vertrauen und nach und nach kamen sie um sich behandeln zu lassen.
Krankenschwestern besuchten die Dörfer in regelmäßigen Zeitabständen und behandelten alle Kranken.
Mit der Zeit erkannten wir, dass es unbedingt notwendig ist, dass mindestens ein Einheimischer in den Dörfern über die grundlegendsten medizinischen  Kenntnisse Bescheid weiß.
Um dies gewährleisten zu können, starteten wir die Ausbildung von  Frauen zu Erste- Hilfe- Helferinnen. Nach einer bestandenen Prüfung wurden sie mit einem Erste- Hilfe Koffer ausgestattet und konnten in ihren Dörfern den medizinischen Dienst tun.
Schon sehr bald erhielten wir von vielen Dörfern ein positives Echo und viele weitere Frauen zeigten Interesse an weiteren Ausbildungen. Dadurch konnte in vielen Dörfern die medizinische Akutversorgung gewährleistet werden.

    

3. Landwirtschaftsprojekt

Das Grundstück auf dem die Schule steht umfasst auch einen großen Acker. Da es unser Ziel ist dies Projekt in Zukunft selbstunterhaltend zu führen, soll auch die Nahrung für die Kinder und das Personal aus dem eigenen Garten kommen.

Ein Mann wurde eingestellt, der die Bebauung des Gartens und des Feldes übernimmt.

Anfang 2007 wurden Tomaten und Auberginenpflanzen gezogen, sowie Bohnen gesät. Durch den eigenen Brunnen der auf dem Grundstück gutes Wasser gibt, können der Garten und das Feld gut bewässert werden.

Im Jahr 2008 wurde, durch den Kauf von zwei Büffeln, die Möglichkeit geschaffen um Reis anzupflanzen. Die Ernte war sehr ertragreich.
Dies ist der erste Schritt um dieses Projekt finanziell unabhängig zu machen. In den nächsten Jahren soll der landwirtschaftliche Bereich noch stärker ausgebaut werden.


      


Hinweise bitte an webmaster@
springsofhope.eu

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Geändert am: 06. Mai 2013